DDR-Museum für europäischen Museumspreis nominiert

Das Berliner DDR Museum ist für den renommierten European Museum of the Year Award 2008 nominiert worden. Der Preis, mit dem jährlich die besten Museen Europas ausgezeichnet werden, gilt als wichtigste Auszeichnung in der europäischen Museumslandschaft. Berücksichtigt werden insbesondere Präsentation, Atmosphäre und Besucherorientierung neuer Ausstellungen. Die endgültige Entscheidung der Jury wird im Mai bekannt gegeben.

Mit dem Vorentscheid “hat die Jury bereits bestätigt, was Medien und Besucher einhellig berichten: Unser interaktiver Ansatz ist einmalig”, freut sich Museumsdirektor Robert Rückel. In anderthalb Jahren habe sich das im Juli 2006 eröffnete Haus gegenüber dem Berliner Dom als eines der beliebtesten und meistbesuchten Berliner Museen etabliert.

Über das ganze Jahr 2007 seien insgesamt 232.000 Gäste aus aller Welt in das Museum gekommen. Dabei habe man pünktlich zum Jahreswechsel den 300 000. Besucher begrüßen können. Ein Großteil der Gäste werde durch persönliche Empfehlung auf das DDR Museum aufmerksam, so eine aktuelle Gästeumfrage. 96 Prozent der Besucher würden das Haus auch selbst weiterempfehlen.

Bewahrung der Alltagskultur

Als Ort der Erinnerung will das Berliner DDR-Museum wissenschaftlich fundiert den Alltag im zweiten Deutschland für Menschen mit unterschiedlichem Vorwissen erfahrbar machen. Wie ist beispielsweise das Gefühl, abgehört zu werden? Wer ist Sudel-Ede? Ist ein Plattenbau-Wohnzimmer gemütlich? Wie sitzt es sich hinter dem Steuer eines Trabis? Das sind nur einige der Fragen, denen möglichst lebendig, interaktiv und einprägsam nachgegangen werden soll. Zu den Highlights der Ausstellung gehören ein originaler Trabi zum Hineinsetzen, das DDR-Plattenbauwohnzimmer mit Küche zum Stöbern, ein Kinobereich mit authentischen DDR-Kinosesseln, der Projektor aus dem Staatsratsgebäude sowie die Druckmaschine der Umweltbibliothek.

DDR Museum Berlin, Karl-Liebknecht-Str. 1, geöffnet täglich 10 bis 20 Uhr, samstags bis 22 Uhr.

Eine Rezension der Dauerausstellung “Alltag eines vergangenen Staates zum Anfassen” im DDR-Museum lässt sich auf H-Soz-u-Kult nachlesen.


Quelle (Text/Bild): DDR Museum Berlin
(ENDE) ddr-geschichtsblog/11.01.2008/mar

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