ZDF dreht Doku-Drama über und mit Helmut Kohl

In Berlin starten am 6. Oktober 2008 die Dreharbeiten zum ZDF-Doku-Drama über den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl. Der Film von Regisseur Thomas Schadt zeichnet Kohls politischen Aufstieg vom Mitbegründer der Jungen Union in Ludwigshafen im Jahre 1947 bis zu seinem politischen Triumph als Kanzler 1990 nach. Unter Mitwirkung des Altkanzlers wird vor allem die Zeit von 1988 bis 1990 beleuchtet, wie der Sender verkündet. Dabei sollen “sehr persönliche Interviews mit Helmut Kohl” wie ein roter Faden durch Film und Zeit führen.

Den inhaltlichen Fokus will das ZDF vor allem auf die 1940er/50er/60er Jahre sowie die dramatischen Ereignisse in Kohls zweiter Amtsperiode zum Ende der 80er Jahre legen. Während der Kanzler damals im Ausland höchstes Ansehen genoss, spitzte sich innerhalb seiner eigenen Partei ein Konflikt zu, den Kohl am Ende zwar für sich entscheiden konnte, der ihm aber die Kritik in den eigenen Reihen deutlich vor Augen führte. All dies geriet jedoch in Vergessenheit, als sich 1989 die weltpolitischen Ereignisse überstürzten. Der Zusammenbruch der DDR und der Fall der Mauer katapultierten Kohl auf den Zenit der Macht. Mit ihm als “Kanzler der Einheit” gewann die CDU die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl im Dezember 1990. Unter seiner Führung fand das wiedervereinigte Deutschland seinen Platz im geeinten Europa.

“Mit der Mischform zwischen Dokumentation und Drama kann Kohls Werdegang und die damit zusammenhängende Geschichte Deutschlands für den Zuschauer aus neuen Perspektiven erzählt werden”, erklärt ZDF-Kultur- und Wissenschaftschef Peter Arens. Die markanten Ereignisse, die mit Archivmaterial und O-Tönen alleine nicht zu erfassen seien, würden mit Hilfe von namhaften Schauspielern in Szene gesetzt. Dabei werde Thomas Thieme in der Rolle Helmut Kohls zu sehen sein, Renée Soutendijk spiele Hannelore Kohl und “Matula”-Darsteller Claus Theo Gärtner komme als Heiner Geißler zum Einsatz. Ein Sendetermin steht nach Angaben des ZDF noch nicht fest.

Quelle: ZDF (ots)
(ENDE) geschichtspuls/19.09.2008/mar

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    1. [...] politisches Wirken gegeben, erklärte der Produzent des Films, Nico Hofmann. Jedoch anders als noch zu Beginn der Dreharbeiten angekündigt, durften die Interview-Passagen nicht für den Film verwendet werden. Stattdessen wird erwogen, die [...]

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