Stasi-Unterlagen: über 100.000 Akten-Anträge im Jahr 2009

Im Jahr 2009 sind bei der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen (BStU) insgesamt 102.658 Anträge auf Akteneinsicht von Bürgerinnen und Bürgern eingegangen. Verglichen mit den 87.366 Anträgen im Jahr zuvor entspricht das einer Steigerung um 17,5 Prozent. Insgesamt beläuft sich die Zahl dieser Anträge seit 1991 auf 2.661.960.

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Auch die Zahl der oftmals sehr umfangreichen Anträge von Journalisten und Wissenschaftlern ist nach Angaben der Behörde stark gestiegen: Sie lag im vergangenen Jahr bei 1.930. Davon stammten 1.037 Anträge aus dem Bereich Forschung und politische Bildung und 893 von den Medien. 2008 lag die Zahl der Forschungs- und Medienanträge bei 1.418. Dies bedeutet eine Steigerung von mehr als einem Drittel. Die Summe dieser Anträge seit 1991 beträgt 22.377.

Außerdem gab es im Jahr 2009 11.419 Anträge zum Zwecke der Rehabilitierung, Wiedergutmachung und Strafverfolgung. Weitere 175 Ersuchen dienten der Überprüfung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes. In diesem Zusammenhang wurden seit 1991 bislang 1.754.235 Anträge gestellt – wobei deren Zahl seit der Novelle des Stasi-Unterlagen-Gesetzes Ende 2006 deutlich rückläufig ist.

Quelle: BStU (siehe auch BStU in Zahlen)
(ENDE) geschichtspuls/22.01.2010/mar

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