Zum (internationalen) Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

Vor 65 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrationslager Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. Im nahe gelegenen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordeten deutsche SS-Angehörige zwischen 1940 und 1945 mehr als eine Million Menschen, die meisten von ihnen Juden. Auschwitz wurde zum Symbol für den nationalsozialistischen Massenmord an den europäischen Juden.

Im stillen Gedenken an die Holocaust-Opfer Um die Erinnerung auch für künftige Generationen wach zu halten, hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog im Jahr 1996 den 27. Januar zum nationalen Gedenktag in Deutschland erhoben. Dieser Tag soll an alle Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns und Völkermordes erinnern und der Millionen Menschen gedenken, die durch das nationalsozialistische Regime entrechtet, verfolgt, gequält oder ermordet wurden. Auch die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte den 27. Januar in einer Resolution 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.

Aus aktuellem Anlass daher nachfolgend einige Webverweise zu Informationen zum Holocaust, zur Geschichte des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und des Nationalsozialismus sowie auch zur historisch-politischen Bildung (Angebote der Bundeszentrale für politische Bildung, bpb):

- Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg – Dossier über die allgemeine Geschichte von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg. (bpb)

- Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau – offizielle Webseite der heutigen Gedenkstätte (nur in engl. oder poln. Sprache).

- Das KZ Auschwitz-Birkenau – Eintrag in der wikipedia.

- Bilder der KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau – aufgenommen von Alan Jacobs zwischen 1979 und 1981.

- Verzeichnis der Konzentrationslager und ihrer Außenkommandos – Aufstellung des Bundesministeriums der Justiz mit insgesamt 1634 Einträgen.

- Holocaust – Eintrag in der wikipedia.

- shoa.de – Zukunft braucht Erinnerung – Webseite mit zahlreichen Informationen zu Nationalsozialismus, Holocaust (z.B. Operzahlen des Holocaust) und Gedenkstätten.

- Die Deutschen und der Holocaust – Wussten die deutschen Soldaten vom Holocaust? Ja, meint Annette Schücking-Homeyer, die als Rot-Kreuz-Helferin ein Soldatenheim hinter der Ostfront leitete, gegenüber einestages.de. Über den Judenmord sei ganz offen gesprochen worden und sie habe darüber auch in Briefen in die Heimat berichtet.

- Internationale Holocaust-Gedenkstätten – Übersicht von Institutionen, die sich mit der Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung beschäftigen (erarbeitet von der Stiftung Topographie des Terrors).

- Zentrale Datenbank der Holocaust-Opfer – Angebot der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel.

- Die Familie Chotzen – Filme, Bilder und Dokumente erzählen die Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie vor, während und nach der NS-Zeit. (bpb-Gemeinschaftsprojekt mit dem Deutschen Historischen Museum)

- Holocaust und Genealogie – hilfreiche Webseiten für Familienforscher

- Ravensbrück: Überlebende erzählen – In diesem audiovisuellen Projekt erzählen 16 Überlebende von ihrer Inhaftierung, ihren Erinnerungen und ihrem Leid im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Dort hatten die Nazis zwischen 1939 und 1945 rund 140.000 Frauen, Kinder und Männer inhaftiert und Zehntausende ermordet. (bpb)

- Geschichte und Erinnerung – Das Dossier zur Geschichte der Erinnerungskultur in beiden deutschen Staaten blickt unter anderem zurück auf vergangene Kontroversen und sucht nach Antworten, wie die Erinnerung in Zukunft aussehen könnte. (bpb)

- Video: Rückblick auf die Holocaustforschung – der Historiker Raul Hilberg zieht in einer Rede 2006 eine Bilanz der Forschung und blickt zurück auf den Umgang mit der NS-Vergangenheit. (bpb)

- Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus – zwei Bände von 2003 über die Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus, wahlweise als CD-ROM (zum Preis von 4 Euro) oder kostenlos als .pdf-Dokumentation. (bpb)

- Am Ende kommen die Touristen – Filmheft zum gleichnamigen Film über einen jungen deutschen Ersatzdienstleistenden in der internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz. (bpb)

Und besonders für Lehrer gedacht:

- Geschichte begreifen – Projektarbeit zum Nationalsozialismus – mehr als sechs Jahrzehnte nach den Verbrechen des Nationalsozialismus finden wir kaum noch Zeitzeugen, die aus erster Hand über ihre Erlebnisse berichten können. Wie Jugendliche die Geschichte dennoch auf lebendige Weise erfahren und erforschen können, zeigt ein bpb-Dossier. Der Fokus der insgesamt 23 Texte liegt auf projektorientierten Methoden. (bpb)

- Erinnern und Verschweigen – Themenblätter für den Unterricht mit Zahlen, Fakten, Begriffen, Bildern und Zeitzeugenberichten. Der individuelle, ganz persönliche Umgang mit der Shoa wird durch fünf Darstellungen thematisiert und zur Diskussion gestellt. (bpb)

- Antisemitismus in Europa: Handreichungen für Lehrkräfte – Materialien zur jugendgerechten Behandlung des Themas und zum Einsatz im Unterricht. (bpb)

Wer noch weitere interessante Angebote kennt – bitte einfach den Link in den Kommentaren posten…

Quelle: bpb + andere Links
Foto: aboutpixel.de (c) digitall
(ENDE) geschichtspuls/27.01.2010/mar

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