Ausstellung

Konservierung & Restaurierung archäologischer Funde

Archäologische Holz- und Eisenobjekte zu konservieren stellt Restauratoren immer wieder vor Probleme: Während sie im Boden mitunter Jahrtausende überdauert haben, beginnen sie nach der Bergung bereits häufig sofort zu zerfallen – manchmal sogar bis hin zum vollständigen Verlust. Herausforderungen und Möglichkeiten bei der Erstversorgung und Lagerung solcher Funde sowie ihrer restauratorischen Bearbeitung zeigt jetzt eine Sonderausstellung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) in Mainz.

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Die im Museum für Antike Schifffahrt präsentierte Ausstellung informiert unter anderem über Schadensursachen und Schadensbilder sowie unterschiedliche Konservierungsstrategien und Lagermethoden archäologischer Funde. Zudem bietet sie Besuchern Einblicke in eine Welt voller Klimavitrinen, Chemikalienbäder, Gefriertrocknung und Hightech-Folien. “Mit dieser Ausstellung möchten wir Interessierten die Gelegenheit geben, sich die Arbeit, die hinter einem Museumsobjekt in der Vitrine steht, besser vorstellen und nachvollziehen zu können”, erklärt Restauratorin Cristina Mazzola.

Eines der ältesten Räder der Menschheit

Neben den Problemen und Methoden bei der Konservierung und Restaurierung wird in der Ausstellung als Praxisbeispiel auch die Kopie eines der ältesten Räder der Menschheit präsentiert. Das auf das späte 4. Jahrtausend v. Chr. datierte Rad wurde inklusive kompletter Radachse 2002 im Laibacher Moor (Slowenien) geborgen. Seit 2008 wird es in den Restaurierungswerkstätten des RGZM konserviert. An dem Fund lässt sich gut nachvollziehen, wie schon in der Steinzeit und nur unter Zuhilfenahme von einfachsten Werkzeugen, ein Rad geformt, zusammengesetzt und befestigt wurde.

Sonderausstellung: “Schrumpfendes Holz und wachsendes Eisen”, zu sehen vom 13. Juni bis zum 16. September 2012 im Museum für Antike Schiffahrt des RGZM, Neutorstraße 2b, 55116 Mainz, jeweils Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen hierzu finden sich auf der Webseite des RGZM.

Quelle: RGZM
(Ende) geschichtspuls/20.06.2012/mar

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