Großer Silbermünzen-Schatz in mecklenburgischem Acker entdeckt

Im Tollensetal im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns haben Archäologen einen fast 400 Jahre alten Münzschatz gefunden. Insgesamt konnten rund 280 Silbermünzen aus einem Acker nahe des Dorfes Weltzin bei Altentreptow geborgen werden. Die Taler und Schillinge aus dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert seien offenbar in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) vergraben worden, erklärte Grabungsleiter Michael Schirren.

Meßkirch baut Klosterstadt mit Ochsengespann und Muskelkraft

Im Baden-Württembergischen Meßkirch hat man Großes vor: Nur mit Mitteln des Mittelalters, also ohne den Einsatz von Maschinen, will man dort über mehrere Jahrzehnte hinweg eine Klosteranlage nach Plänen aus dem 9. Jahrhundert bauen. Das Ministerium für Ländlichen Raum hat jetzt grünes Licht für die Finanzierung des Projekts gegeben. Stimmt nun noch wie erwartet der Gemeinderat zu, können die Bauarbeiten im Frühjahr 2012 beginnen.

Open-Air-Kino auf dem Berliner Mauerstreifen

Anlässlich des 50. Jahrestages des Mauerbaus bietet die Gedenkstätte Berliner Mauer an den drei Abenden vom 11. bis 13. August 2011 Filmvorführungen unter freiem Himmel am unmittelbaren Ort des Geschehens an – auf dem ehemaligen Todesstreifen an der Bernauer Straße. Das Filmprogramm aus zeithistorischen Dokumenten stammt aus Ost- und West-Archiven und wurde zum Teil bislang kaum öffentlich gezeigt. Es wird ergänzt durch Gespräche mit Zeitzeugen. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

130 Jahre "Das Telefonbuch"

Diesen Monat feiert „Das Telefonbuch“ seinen 130. Geburtstag. Am 14. Juli 1881 wurde es unter dem Namen „Verzeichnis der bei der Fernsprecheinrichtung Betheiligten“ erstmals als amtliches Fernsprechbuch von der „Fernsprech-Vermittelungs-Anlage in Berlin“ veröffentlicht. Damals im Volksmund noch als „Buch der 99 Narren“ belächelt, ist es bis heute zu einem wichtigen Nachschlag-Verzeichnis mit über 30 Millionen Datensätzen angewachsen.

Neues Archiv zur Punker-Szene in der DDR

Kurz notiert: In Berlin hat heute (18. Juli 2011) ein Archiv zur Geschichte des Ost-Punks seine Türen geöffnet. Die Sammlung umfasst nach Angaben von Geschäftsführer Michael Boehlke – der früher unter anderem mit seiner Band „Planlos“ in der Ostberliner Punkerszene aktiv war – rund 5.000 Fotos sowie Super-8-Filme, Poster, Musikmitschnitte und auch Stasi-Akten.

Rügen: Jugendherberge im NS-Mammutbau Prora eröffnet

Im „Koloss von Prora“, einst von den Nationalsozialisten als „Seebad der 20.000“ geplant, hat das Deutsche Jugendherbergswerk jetzt eine neue Jugendherberge eröffnet. Mit diesem Schritt sei ein neues Kapitel in der Geschichte des Bauwerks aufgeschlagen worden, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) zur Eröffnung. „In den grauen, vom Verfall bedrohten Mauern kehrt jetzt buntes Leben ein.“

ZDF sucht Zeitzeugen für den Zweiten Weltkrieg an der Ostfront

Beim ZDF plant man eine „umfangreiche Dokumentation“ über den Zweiten Weltkrieg an der Ostfront. Dazu sucht die Redaktion Zeitgeschichte aktuell Frauen und Männer, die über bestimmte Phasen des Russlandfeldzuges berichten können. Von Interesse sind Erlebnisse aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln von beiden Seiten der Front und aus dem Hinterland – also beispielsweise von Soldaten, Krankenschwestern, Künstlern, Deserteuren, Partisanen und auch Zivilisten.

50 Jahre ZDF

Beim ZDF feiert man diesen Monat ein rundes Jubiläum: Vor 50 Jahren, am 6. Juni 1961, wurde die Geburtsurkunde des Senders in Stuttgart unterzeichnet: Mit dem ZDF-Staatsvertrag besiegelten die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer die Gründung des Zweiten Deutschen Fernsehens und bereiteten damit den Weg für ein zweites öffentlich-rechtliches Programmangebot neben dem der ARD.

Uni Würzburg: Depromotionen in der NS-Zeit aufgearbeitet

184 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Würzburg wurde in den Jahren von 1933 bis 1945 ihre Doktorwürde aberkannt. Vor allem Wissenschaftler jüdischer Herkunft sollten damit herabgewürdigt werden. Nach der Aufarbeitung dieser Vorgänge hat die Universität die Betroffenen nun öffentlich rehabilitiert.