1967: Bundesregierung liest jetzt Post aus der DDR

Briefkasten Am 17. Mai 1967 fasste das Bundeskabinett in Bonn einen heute etwas kurios anmutenden Beschluss: Ab sofort wolle die Bundesregierung alle an sie gerichteten Schreiben von Mitgliedern der DDR-Regierung annehmen, öffnen und auch lesen. Zuvor war es allen Dienstellen der Regierung im Allgemeinen untersagt gewesen, offizielle Schreiben aus der DDR entgegenzunehmen. Solche Postsendungen sollten als „unzustellbar“ zurückgeschickt oder in den Papierkorb entsorgt werden.

Historischer Biergarten in Chinatown

Kurz notiert: Mitten im New Yorker Chinatown haben Archäologen Spuren früherer deutscher Gemütlichkeit gefunden. Bei Ausgrabung im Rahmen eines Hotelneubaus stießen sie auf gut erhaltene Überreste eines deutschen Biergartens. Dabei handelt es sich offenbar um den 1911 abgegrissenen „Atlantic Garden“, einem populären Treffpunkt deutscher Einwanderer in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Blätter für Genossenschaftsgeschichte: 1. Ausgabe erschienen

Blätter für Genossenschaftsgeschichte, Ausgabe 1 (April 2014) Es ist geschafft: Die erste Ausgabe des Newsletter-Magazins meines Webprojektes genossenschaftsgeschichte.info ist fertig. Thematisch geht es darin unter anderem um die Genossenschaftsidee als Weltkulturerbe, ein Zeitzeugen-Projekt zu den ostdeutschen Bankgenossenschaften in der Wendezeit 1989/90, die Historische Raiffeisenstraße, das 150. Jubiläum des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes und der italienischen Volksbanken, Ideen für Marketing-Aktionen anlässlich eines Jubiläums sowie eine Regionalstudie über die Geschichte der Genossenschaften in der Lüneburger Heide.

Erster Weltkrieg: Indische Gefangene in Deutschland

Kurz notiert: Über ein interessant erscheinendes Buch bin ich dieser Tage beim Berliner Zentrum Moderner Orient (ZMO) gestolpert: „Soldat Ram Singh und der Kaiser. Indische Kriegsgefangene in deutschen Propagandalagern 1914-1918“. Im Mittelpunkt des Sammelbands stehen die Erlebnisse indischer Kriegsteilnehmern, die in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten. Klingt nach einem spannenden Thema…

Europeana 1914-1918: Digitales Gedächtnis für den Ersten Weltkrieg

Das Webportal Europeana 1914-1918 – die sicherlich umfassendste europäische Sammlung von Originaldokumenten zum Ersten Weltkrieg – hat pünktlich zum Beginn des Gedenkjahres 2014 die virtuellen Pforten geöffnet. Es versammelt Hundertausende von Dokumenten aus Archiven, Bibliotheken, Filmarchiven und von Privatpersonen – und das für jeden Interessenten kostenfrei. Mit dem Material können neue Zusammenhänge erforscht und bisher noch unbekannte Geschichten jener Zeit erzählt werden.

genossenschaftsgeschichte.info

Webseite genossenschaftsgeschichte.info Seit einigen Monaten geht es hier beim GeschichtsPuls ja etwas ruhiger zu. Das liegt unter anderem daran, dass ich viel Energie in den Aufbau einer neuen Webseite gesteckt habe. Diese dreht sich um die Entwicklung der deutschen Genossenschaften und ist nun auch offiziell unter genossenschaftsgeschichte.info online. Schaut sie Euch doch mal an – ich freue mich über Feedback/Kommentare/Anregungen…

Der deutsch-deutsche Grundlagenvertrag von 1972

Am 21. Dezember 1972 unterzeichneten Egon Bahr und Michael Kohl in Ostberlin den deutsch-deutschen Grundlagenvertrag. Damit wurden die Beziehungen zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland offiziell definiert. Beide Staaten vereinbarten „normale gutnachbarliche Beziehungen zueinander auf der Grundlage der Gleichberechtigung“. Weitere Bestandteile des Vertrages waren unter anderem eine Erklärung zum Gewaltverzicht sowie der Austausch „ständiger Vertreter“.