Gebündelte Erinnerungsstätten

Neues Webprojekt: “Orte der Repression” in SBZ und DDR

Kurz notiert: Das neue Online-Portal “Orte der Repression” stellt 45 Orte, Gedenkstätten und Museen vor, die an die Opfer und Leiden durch die kommunistische Unterdrückung in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR erinnern. Rund 200 Objekte, Texte, historische Fotografien und Zeitzeugeninterviews veranschaulichen die Geschichte aller sowjetischen Speziallager, etlicher Untersuchungshaftanstalten des Ministeriums für Staatssicherheit, ausgewählter Hinrichtungsstätten und Strafvollzugseinrichtungen sowie einiger exemplarischer Grenzorte.

Das Internetangebot wurde mit 90.000 Euro aus dem Etat des Kulturstaatsministers finanziert. Betrieben wird es von der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die Hintergrundinformationen, Fotos und Zeitzeugeninterviews wurden wiederum von den Gedenkstätten an den einzelnen Repressionsorten zur Verfügung gestellt.

Das Projekt im Internet: www.orte-der-repression.de

Anlässlich der Freischaltung des Internetportals erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann, dass sich mit zunehmendem zeitlichen Abstand die Tendenzen vermehrten, “die DDR – ein Unrechtsstaat, der Menschenrechte verletzte und Bürgerrechte versagte – zu verharmlosen”. Umso wichtiger sei der Zugang zu Informationen über die historische Wirklichkeit. Doch ausgerechnet im Internet habe es bislang über Repressionsorte und das Leid der Opfer keine fundierten Informationen gegeben. “Dieses inakzeptable Defizit wurde zum Anlass genommen, beim Haus der Geschichte der Bundesrepublik, das vielfach für seine Webaktivitäten ausgezeichnet wurde, ein Internetportal einzurichten. Dieses Internetangebot wird wissenschaftlich profund und informativ einer breiten Nutzerschicht und insbesondere Jugendlichen Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit diesem wichtigen historischen Thema bieten”, so Neumann weiter.

Quelle: Stiftung Haus der Geschichte, Regierung Online
(Ende) geschichtspuls/25.11.2011/mar

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