Geschichte im TV

ZDF sucht Zeitzeugen für den Zweiten Weltkrieg an der Ostfront

Beim ZDF plant man eine “umfangreiche Dokumentation” über den Zweiten Weltkrieg an der Ostfront. Dazu sucht die ZDF-Redaktion Zeitgeschichte aktuell Frauen und Männer, die über bestimmte Phasen des Russlandfeldzuges berichten können. Von Interesse sind Erlebnisse aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln von beiden Seiten der Front und aus dem Hinterland – also beispielsweise von Soldaten, Krankenschwestern, Künstlern, Deserteuren, Partisanen oder Zivilisten.

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Wer hat Erinnerungen an die Zeit vom deutschen Einmarsch in die Sowjetunion im Sommer 1941 bis zum Stopp des Vormarsches im darauf folgenden Winter? Wer hat den Sommer 1943 an der Ostfront erlebt und erinnert sich zum Beispiel an die Panzerschlacht um den Kursker Bogen oder an Lazarette, Fronttheater, Truppenbetreuung? Wer war Augenzeuge von Geiselerschießungen oder der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung? Gesucht werden auch die Erinnerungen von Männern und Frauen, die aus den Deportationszügen in die Vernichtungslager fliehen konnten und sich beispielsweise den Partisanen anschlossen.

Darüber hinaus ist man beim Mainzer Sender ebenfalls interessiert an Zeugen der Zeit zwischen 1944 und Sommer 1945, als sich die deutschen Truppen zurückzogen. Wer erinnert sich an Soldaten im Strafbataillon, an die Propaganda vom so genannten “Endsieg”, an den Vormarsch der Roten Armee, an den Kampf um Berlin, das Kriegsende oder die ersten Wochen nach der Kapitulation?

Zeitzeugen werden gebeten, sich beim ZDF per E-Mail (ostfront@zdf.de) oder per Post unter der Adresse ZDF, Kennwort: “Ostfront”, 55115 Mainz, zu melden.

Quelle: ZDF
(Ende) geschichtspuls/30.06.2011/mar

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    3 Kommentare
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    1. Noch lebende Zeitzeugen zu finden, dürfte immer schwieriger werden. Als eine Art Ersatz sind aber Feldpostbriefe eine wichtige und sehr ergiebige Quelle, da sie Momentaufnahmen ohne spätere Ergänzungen und Korrekturen festhalten. In den letzten Jahren sind eine ganze Reihe von Feldposteditionen erschienen. Weitere Infos auch unter www.feldpost-archiv.de
      Viele Grüße
      Ingo Stader

    2. Vielen Dank für den Hinweis, Herr Stader. Das Feldpostarchiv ist wirklich eine interessante Ergänzung hierzu…

    3. Kennwort : Ostfront
      Mein Vater Jahrgang 1929 ist ebenfalls einer der letzten Zeitzeugen..Im März 2015 , pünktlich zur Leipziger Buchmesse erschien sein Buch Endkamp um Schlesien (Wagner Verlag)
      Es ist seine eigene wahre Lebensgeschichte als 15jähriger Hitlerjunge, der zus. mit vielen anderen Jungs seines damaligen Alters im Januar 1945 aufgerufen wurden und als letzte Reserve mobil gemacht !Sie ge- hörten fortan dem Genadierersatz-u. Ausbildungsbataillon 32 an. Am 8.Mai 1945 befand er sich mit 2 seiner Kameraden auf der Flucht vor den Rotarmisten.Als sie keine Chance sahen zu entkommen,ergaben sie sich mit erhoben Händen.Doch ein junger Offizier eröffnete das Feuer auf die drei.Die beiden Kameraden verloren
      ihr junges Leben noch am Ort der Geschehens. Mein Vater wurde wie durch ein Wunder gerettet, denn es gab
      da einen mutigen Mann, dem er sein Leben verdankt.

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