Category Archives: nach Epochen

Geschichte nach Epochen sortiert

Mauerbau 1961: Argumentation des Tages

„Schwer war der Schlag, den wir den westberliner Menschenhändlern, CIC-Agenten**) und Kriegstreibern versetzten. Überraschend für die Feinde unseres Volkes und des Friedens schlugen wir zu. (…) Wie hart die Faust unserer Arbeiter und Bauern war und wie zielsicher sie traf, können wir an dem Gift- und Gallegeschrei der Brandt-Clique feststellen“ – so hieß es in der Argumentation einer Betriebsleitung auf den Beginn des Mauerbaus am 13. August 1961.

Schon GEZahlt – Kleine Geschichte der Rundfunkgebühren

Die seit 1976 von der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) eingetriebenen Rundfunkgebühren für ARD, ZDF und Deutschlandradio werden zum Jahresanfang 2013 in Richtung Haushaltspauschale reformiert. 60 Jahre nach Beginn der bundesdeutschen Gebührenerhebung ist somit Schluss mit der GEZ-Gebühr. Grund genug für einen kleinen geschichtlichen Rückblick…

60 Jahre "Welt am Sonntag"

Ein Glückwunsch nachträglich geht noch an die „Welt am Sonntag“, die derzeit ihr 60. Jubiläum feiert. Die WamS erschien erstmals – sechs Wochen nach der Währungsreform – am 1. August 1948. Zum Auftakt wurden in Hamburg und Essen 350.000 Exemplare mit sieben redaktionellen und einer Anzeigen-Seite im bis heute unveränderten nordischen Format gedruckt. Anlässlich ihres Jubiläums hat die WamS eine Auswahl ihrer journalistischen Höhepunkte aus den vergangenen 60 Jahren (.pdf-Datei) zusammengestellt…

Agententhriller aus der DDR – Die James Bonds des Ostens

Angesichts des weltweiten Siegeszugs von 007 und Ian Flemings „satirische Überzeichnung brutaler KGB-Dumpfbacken“ wurde im Ostblock zur Gegenoffensive geblasen. Neben „Die Würfel fallen in Moskau“ (Agent Slawin kämpft gegen von der CIA unterstützte Putschisten) und „Zakhov gegen 07“ (bulgarischer Schlapphut schützt einen sowjetischen Physiker gegen den westlichen Spion 07) schickte auch die DDR ihre TV-Agenten als „Kundschafter des Friedens“ in die ostdeutschen Kinos und Wohnzimmer.

Einheitliche Steuernummer – Vorbild DDR?

Was man sich aus der Geschichte alles für Anregungen holen kann: Zum 1. August 2008 wurde mit der Einführung einer neuen Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) begonnen. Diese ist unveränderlich mit der jeweiligen Person verknüpft; wird künftig mit der Geburt vergeben und gilt dann 20 Jahre über den Tod des Steuerzahlers hinaus. Eine einheitliche, lebenslang gültige Identifikationsnummer wird zumindest den früheren DDR-Bürgern bekannt vorkommen – in Form der ab 1970 an alle Bürger vergebenen Personenkennzahlen (PKZ).

Online-Doku: Das Schweigen der Quandts

Vor einigen Tagen hatte ich über den Herbert-Quandt-Medien-Preis und den Abgang dreier Juroren berichtet, die vor einer weiteren Preisvergabe die Verstrickungen Quandts in Zwangsarbeit und NS-Rüstungswirtschaft geklärt wissen wollten. Die Diskussion darüber war im vergangenen Jahr durch die NDR-Dokumentation „Das Schweigen der Quandts“ losgetreten worden. Die 90minütige Langfassung gibt’s im Google-Videochannel (allerdings nicht gerade Bildschirm füllend…).

Katrin Himmler: Mein Onkel, der Jahrhundertmörder

Katrin Himmler bezeichnet ihren Großonkel als „Jahrhundertmörder“ und hat damit zweifellos Recht: Als Reichsführer der SS war Heinrich Himmler hauptverantwortlich für den Holocaust und damit den Tod von Millionen Menschen. Den Erzählungen nach galt Heinrich als der „ungeratene“ Außenseiter in einer humanistisch gebildeten Familie. Doch Katrin Himmlers Nachforschungen lassen den Familien-Mythos bröckeln.

Quandt-Preis: Stiller Abgang der Juroren

Besonders gelungene Medienbeiträge über Unternehmer und Unternehmen werden alljährlich mit dem Herbert-Quandt-Medien-Preis gewürdigt – „im Gedenken an die Persönlichkeit und das Lebenswerk des Unternehmers„, wie es bei der Johanna-Quandt-Stiftung heißt. Wie sehr das Lebenswerk jedoch mit Aufrüstung und Zwangsarbeit im Dritten Reich verstrickt ist, zeigte nicht zuletzt die Dokumentation „Das Schweigen der Quandts“. Wie also weiter mit dem Preis?

DHM-Ausstellung: Die Berlin-Blockade 1948/49 – Der Fotojournalist Henry Ries

Anlässlich des 60. Jahrestages der Berlin-Blockade durch die Sowjetunion präsentiert das Deutsche Historische Museum (DHM) die Ausstellung „Brennpunkt Berlin: Die Blockade 1948/49 – Der Fotojournalist Henry Ries“. In fünf Themenräumen liefert das DHM dabei ein umfassendes Bild der Jahre 1947 bis 1949. Im Zentrum stehen Ries‘ Fotografien aus der Zeit der Blockade Berlins 1948/49 und der daraus resultierenden Luftbrücke.

Fieberkurve der Wirtschaft – 20 Jahre DAX

Ob Aufschwung, Abschwung oder Stagnation – die zackigen Ausschläge des Börsenbarometers DAX sind das Sinnbild für das Befinden der deutschen Wirtschaft. Vor zwanzig Jahren, am 1. Juli 1988, wurde der Index erstmalig mit einem Stand von 1.163 Punkten berechnet. Zuvor war er für den Jahresanfang 1988 willkürlich auf 1.000 Punkte festgesetzt worden. Ein Rückblick…