Category Archives: nach Epochen

Geschichte nach Epochen sortiert

BMJ-Ausstellung zur NS-Justiz dauerhaft in Berlin

Die ursprünglich 1989 vom Bundesministerium der Justiz erarbeitete und seither in 43 deutschen Städten gezeigte Ausstellung „Im Namen des Deutschen Volkes – Justiz und Nationalsozialismus“ ist künftig dauerhaft in Berlin zu sehen. Der späte Beitrag des Ministeriums zur Auseinandersetzung mit der NS-Justiz und ihren Folgen beschäftigt sich in drei Abschnitten mit der Justiz im Nationalsozialismus, ihrer Vorgeschichte in der Weimarer Republik, und der Frage, wie die bundesdeutsche Justiz mit ihrer Vergangenheit umgegangen ist.

Fußballgeschichte: Empörte Deutsche bei der WM 1958

Kurz vor dem mit Spannung erwarteten EM-Halbfinalspiel Deutschland-Türkei blickt «einestages.de» einmal mehr zurück in die Spielgeschichte der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Vor fünfzig Jahren, am 24. Juni 1958, traf sie bei der damaligen Weltmeisterschaft als Titelverteidiger im Halbfinale auf den schwedischen Gastgeber. Es wurde eines der dunkelsten Kapitel deutscher Fußballgeschichte. Das turbulente Spiel in der brodelnden Atmosphäre von Göteburg endete mit einer bitteren Niederlage.

Die Berliner Luftbrücke (1948/49)

Am 24. Juni 1948 schloss die Sowjetunion die Grenzen zu den Westsektoren Berlins – und eröffnete mit dieser Blockade gleichzeitig „die erste Schlacht“ des beginnenden Kalten Krieges. Josef Stalin wollte die alliierten Westmächte durch das Kappen ihrer Versorgungswege zur vollständigen Aufgabe ihrer Berlin-Ansprüche zwingen. Diese antworteten mit einer logistischen Meisterleistung: Der am 26. Juni aufgenommenen Luftbrücke nach Berlin.

60 Jahre Währungsreform

Am 20. Juni 1948, einem Sonntag vor 60 Jahren, standen die Deutschen vor ihren zuständigen Lebensmittelkartenstellen Schlange, wo sie gegen Nachweis von Kenn- und Lebensmittelkarten die ersten nagelneuen 40 D-Mark erhielten. Im nationalen Bewusstsein vieler Bundesbürger steht die Währungsreform seither nicht nur als symbolischer Schlusspunkt des Nachkriegselends, sondern mit dem Aus der Reichsmark als gesamtdeutsches Zahlungsmittel auch als Auftakt für die deutsch-deutsche Teilung.

Filme aus den Armeefilmstudios der NVA

1.500 Filme der Nationalen Volksarmee der DDR aus den Beständen des Bundesarchivs sind jetzt in sendefähiger Qualität zugänglich. Darunter befinden sich Titel wie „Auf Wacht an der Staatsgrenze“, „Grenzsoldaten in Berlin“, „Berliner Kinder bei den Grenzsoldaten“ oder „Der Schlag hat gesessen“, in dem Walter Ulbricht den NVA-Soldaten für ihre Grenzsicherung dankt.

"Das HB-Männchen – Werbefigur des Wirtschaftswunders"

Er gilt als die langlebigste Figur der deutschen Werbung und wird in der Fachwelt gerne als „der erste wirkliche Star des aufkommenden Werbefernsehens“ bezeichnet. In den 1960er-Jahren brachte er es bei den Deutschen auf einen Bekanntheitsgrad von 96 Prozent und überflügelte damit noch den Bundeskanzler. Die Rede ist vom HB-Männchen „Bruno“. Unter Werbefachleuten gilt er als „Musterbeispiel für effiziente Markenführung“. Mit weniger Geld sei noch nie so viel erreicht worden – und auch nicht mit viel mehr.

"Mister Gorbatschow, tear down this wall!"

Diesen Appell – vor allem ab Herbst 1989 als Vorbote des Wandels gewürdigt – richtete der damalige amerikanische Präsident Ronald Reagan bei seiner Rede am 12. Juni 1987 vor dem Brandenburger Tor an seinen sowjetischen Amtskollegen Michail Gorbatschow. Doch wie kam es überhaupt zu der Rede an der Berliner Mauer und wie wirkte sie? Darüber berichtete zum 20.… Read More »

"Deutschland – einig Fußballland?" – Materialien zur Fußball-EM

Noch beim deutschen Aufgebot zur EM 1996 wusste jeder Fußballfan: Klinsmann kommt aus der alten Bundesrepublik, Sammer stammt aus der ehemaligen DDR. Aber heute? Ballack kommt aus Sachsen – das hört man. Schweinsteiger kommt aus Bayern – das hört man auch. Aber Fritz oder Jansen? Wo ist Rolfes geboren? Wo Mertesacker? Zumindest im Fußball scheint die deutsche Einheit… Read More »

Jubiläum: 50 Jahre "Vita Cola"

„Seit 50 Jahren unVITAstehlich“ – unter diesem Slogan feierte das einstige DDR-Getränk „Vita Cola“ 2008 das fünfzigste Jubiläum. Die Geschichte der Brause reicht jedoch eigentlich noch zwei Jahre weiter zurück bis 1956, als die DDR-Regierung im zweiten 5-Jahresplan eine verbesserte Versorgung der Bevölkerung mit alkoholfreien Getränken forderte. Daraufhin wurde die Chemische Fabrik Miltitz mit der Entwicklung eines Cola-Getränks beauftragt, das denen der westlichen Welt entsprechen sollte. 1958 erschien auf den Orderlisten der Kaufhallen der neue Durstlöscher, sozialistisch korrekt als „Brauselimonade mit Frucht- und Kräutergeschmack“ bezeichnet.

Vor 40 Jahren: Sprengung der Leipziger Paulinerkirche

Was alliierte Bomber während des Zweiten Weltkrieges nicht geschafft haben, holte die DDR im „antiklerikalen Kulturkampf“ vor 40 Jahren nach: Am Vormittag des 30. Mai 1968 legten 700 Kilogramm Dynamit die Leipziger Universitätskirche St. Pauli in Schutt und Asche. Am Ende war der Kirchenschliff sehr schnell gegangen – immerhin hatte der Leipziger Stadtrat erst am 23. Mai offiziell… Read More »