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DDR-Staatssicherheit 1990: Zwischenbericht zur Auflösung

Vor zwanzig Jahren, am 15. Januar 1990, wurden in der DDR erstmals konkrete Zahlen zum Ausmaß der Stasi-Arbeit öffentlich: Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) hat in den achtziger Jahren „eine totale flächendeckende Überwachungsarbeit angestrebt“ wie ein Vertreter der Regierung Modrow dem Zentralen Runden Tisch in Berlin berichtete. Die von ihm angegebenen Zahlen von knapp 200.000 hauptamtlichen und inoffiziellen Mitarbeitern erwiesen sich aber als noch zu niedrig angesetzt.

Holocaust-Dokumente aus US-Nationalarchiven online

Noch bis zum Jahresende kann man beim Archiv-Digitalisierungsanbieter Footnote die wohl weltweit größte Sammlung von eingescannten Holocaust-Dokumenten und Bildern aus den US-Nationalarchiven kostenlos einsehen. Die über eine Million Unterlagen umfassen unter anderem Register und Todeslisten aus verschiedenen Konzentrationslagern, Dokumente über Raubgut aus jüdischem Besitz sowie Akten der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse.

20 Jahre Besetzung der Stasi-Zentrale: Stasi-Unterlagenbehörde lädt zum Bürgerfest

Am 15. Januar 1990 besetzten mutige Bürgerinnen und Bürger der DDR die Zentrale der Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg. Sie wollten vor allem die Vernichtung der Stasi-Akten stoppen. Anlässlich des 20. Jahrestages der Besetzung der Stasi-Zentrale lädt die Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen am 16. Januar 2010 zu einem Bürgerfest ein.

Nachlass des Computer-Erfinders Konrad Zuse wird digitalisiert

Zum 100. Geburtstag des Computer-Pioniers Konrad Zuse (1910-1995) haben Wissenschaftler des Deutschen Museums in München und der Freien Universität Berlin mit der Erschließung und Digitalisierung seines Nachlasses begonnen. Das Projekt läuft über drei Jahre und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Programms „Kulturelles Erbe“ mit rund 400.000 Euro unterstützt.

Geschichtslehrer der Nation: Guido Knopp für Lebenswerk geehrt

Einmal im Jahr trifft sich die internationale High Society der geschichtsbegeisterten TV-Macher in den USA. Es geht um Themen, Trends – und auch um Preise. Dabei hat die zwanzigköpfige Jury der „History Makers“ den Chef-Historiker des ZDF, Guido Knopp, mit dem „Lifetime Achievement Award“ geehrt. Mit der Auszeichnung werden Knopps „herausragende und langjährige Verdienste bei der Vermittlung historischer Inhalte im Fernsehen“ gewürdigt. Die Verleihung findet am 28. Januar 2010 in New York statt.

Buchvorstellung: "Promovieren zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte"

Wer ein Promotionsprojekt beginnt, unternimmt das typischerweise zum ersten (und zum letzten) Mal: Promovieren kann man nicht trainieren. Gleichwohl lassen sich die Anzahl der Fehler und Havarien vermindern und die Länge holpriger Wegstrecken verkürzen: Wer Beratung nutzt, kann von den Erfahrungen anderer profitieren. Speziell für den Bereich der deutsch-deutschen Zeitgeschichte gibt es dazu jetzt auch ein Handbuch zur Vermittlung von Promotionstipps.

Die Juden und die Pest in Erfurt

Wissenschaftler der Universität New York haben eine Erklärung gefunden, warum die jüdischen Bürger Erfurts 1349 von der Pest weitgehend verschont wurden. Wie das Magazin GEO berichtet, erreichte die Seuche ihren Höhepunkt im Frühjahr, etwa zur Zeit des Passahfestes. Traditionell entfernten Juden dann Getreide und Getreideprodukte aus ihren Wohnungen. Dadurch fanden Ratten – als Überträger der Pest – keine ausreichende Nahrung mehr und verließen die Häuser der Juden. Doch dass der Schwarze Tod die jüdische Bevölkerung Erfurts aussparte, wurde ihr dennoch zum Verhängnis…