Jubiläum

130 Jahre “Das Telefonbuch”

Diesen Monat feiert “Das Telefonbuch” seinen 130. Geburtstag. Am 14. Juli 1881 wurde es unter dem Namen “Verzeichnis der bei der Fernsprecheinrichtung Betheiligten” erstmals als amtliches Fernsprechbuch von der “Fernsprech-Vermittelungs-Anlage in Berlin” veröffentlicht. Damals im Volksmund noch als “Buch der 99 Narren” belächelt, ist es bis heute zu einem wichtigen Nachschlag-Verzeichnis mit über 30 Millionen Datensätzen angewachsen.

Amtliches Telefonbuch für Berlin, 1941 Nachstehend noch einige geschichtliche Eckpunkte aus den Anfangsjahren der deutschen Telefonbücher:

  • Mit dem Aufbau weiterer, in den ersten Jahren noch regional begrenzter Telefonnetze, erscheinen Telefonbücher für andere Städte/Regionen. Unter ihnen ist auch das “Verzeichnis der Telephon-Abonnenten für Bayern” von 1883.
  • 1888 werden die Telefonteilnehmer in einem separaten Teil des Berliner Telefonbuches nach Berufsgruppen sortiert aufgeführt.
  • 1897 erscheint im Kölner “Telephon-Teilnehmer-Verzeichnis” die erste Werbeanzeige in einem Telefonbuch. Danach entwickelt sich das Medium schnell zu einem interessanten Werbeträger für die Wirtschaft. 1901 wird Werbung in allen amtlichen Fernsprechbüchern zugelassen. Am 26. Februar 1924 wird in Berlin die Deutsche Reichs-Postreklame GmbH gegründet, die unter anderem für die Werbung in den amtlichen Telefonbüchern und auch an den öffentlichen Fernsprechstellen zuständig ist.

Weitere Informationen zur Geschichte der Telefonbücher finden sich auf der Webseite der Telefonbuch-Servicegesellschaft (Die Historie des Telefonbuchs in Deutschland) sowie im entsprechenden wikipedia-Artikel.

Ein gutes Jahrhundert nach der Geburt des Telefonbuches erschien 1985 das erste digitale Angebot in Form des Elektronischen Telefonbuchs. Fünf Jahre später folgte “Das Telefonbuch auf CD-ROM”. Mit der Ausbreitung des Internets startete 1997 schließlich das Online-Angebot www.dastelefonbuch.de. Die Webseite verzeichnet nach Angaben des Betreibers durchschnittlich 100 Millionen Zugriffe pro Monat.

Quelle: Das Telefonbuch
Bild: amtliches Telefonbuch von Berlin für 1941 (gemeinfrei, via wikipedia)
(Ende) geschichtspuls/18.07.2011/mar

Blaetter fuer Genossenschaftsgeschichte
(Ein neues Angebot aus dem GeschichtsPuls-Netzwerk)


    RSS-Grafik
    Fanden Sie diesen Artikel interessant? Dann abonnieren Sie doch den GeschichtsPuls-Feed. So werden Sie immer mit den aktuellen GeschichtsPuls-Beiträgen versorgt. (Was ist RSS?)

    Und was sagen Sie dazu...?

    Ein Kommentar
    Eigenen Kommentar verfassen »

    1. [...] mit über 30 Millionen Datensätzen angewachsen. Mehr dazu gibt’s drüben im GeschichtsPuls-Magazin… (Ende) [...]

    Einen Kommentar hinterlassen

    RSS-Grafik
    Sie wollen die Diskussion verfolgen? Abonnieren Sie den RSS-Kommentar-Feed...
    (Was ist RSS?)