“Mister Gorbatschow, tear down this wall!”


Diesen Appell – vor allem ab Herbst 1989 als Vorbote des Wandels gewürdigt – richtete der damalige amerikanische Präsident Ronald Reagan bei seiner Rede am 12. Juni 1987 vor dem Brandenburger Tor an seinen sowjetischen Amtskollegen Michail Gorbatschow. Doch wie kam es überhaupt zu der Rede an der Berliner Mauer und wie wirkte sie? Darüber berichtete zum 20. Jubiläum im vergangenen Jahr der damalige US-Botschafter John Kornblum, nachzulesen unter anderem auf WELT online.

Passend zum Thema brachte die WELT auch gleich Reagans Berlin-Rede in Auszügen. Die komplette Rede ist im englischen Wortlaut unter anderem auf reaganlibary.com nachzulesen.

Die betreffende Textpassage im Kontext:

“General Secretary Gorbachev, if you seek peace, if you seek prosperity for the Soviet Union and Eastern Europe, if you seek liberalization: Come here to this gate! Mr. Gorbachev, open this gate! Mr. Gorbachev, tear down this wall! I understand the fear of war and the pain of division that afflict this continent – and I pledge to you my country’s efforts to help overcome these burdens. To be sure, we in the West must resist Soviet expansion. So we must maintain defenses of unassailable strength. Yet we seek peace; so we must strive to reduce arms on both sides.”


Drei Jahre später kam Ronald Reagan – nun bereits Präsident a.D. – zurück nach Berlin. Zusammen mit seiner Frau Nancy schritt er am 12. September 1990 durchs Brandenburger Tor und meißelte sogar ein paar Splitter aus der Mauer. 1992 wurde Ronald Reagan für seinen “Mut”, seine “Standhaftigkeit und Überzeugung” zum Berliner Ehrenbürger ernannt.

Nebenbei notiert: 1984 kamen von Reagen – wenn auch aus Versehen – noch deutlich andere Töne: Im Vorfeld einer Fünf-Minuten-Ansprachen an das amerikanische Volk äußerte er in einer Sprechprobe, dass in fünf Minuten mit der Bombardierung Russlands begonnen werde: “My fellow Americans. I’m pleased to tell you today that I’ve signed legislation that would outlaw Russia forever. We begin bombing in five minutes.” Aus Moskau hieß es zu seiner Stimmübung wenig amüsiert, Reagan habe das herausposaunt, was er ständig im Kopf habe.


Quelle: WELT Online, DeutschlandRadio
Foto: Executive Office of the President of the United States (Official Portrait, 1981)
(ENDE) geschichtspuls/12.06.2008/mar

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    1. [...] Heute kommen Handwerker, um den Fußboden aufzustemmen. Ein Leck unter dem Fliesen ist die Ursache -  ein klassischer Versicherungsschaden. Eine Spezialfirma hat mit einer Wärmebildkamera den Schaden schnell gefunden und eine Staubschutzwand empfohlen. Zusätzlich wird der Staub mit einer Druckanlage abgesaugt. Alles perfekt – dachte ich. Eine „Staubschutz-aufbau-fachmann“ hat nun diese Wand eingebaut. Die Wand trägt scheinbar den Servicenamen: „Cabrio“! Nur wenige Stunden nach der Montage fing der Einsturz an. Zu erst habe ich noch versucht etwas zu retten – aber die Klebestreifen konnten die Folie nicht halten. Heute Morgen lag nun alles am Boden. Vielleicht hat der Monteur den Satz von Präsident Ronald Reagan falsch verstanden: “Mister Gorbatschow, tear down this wall!” [...]

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