TV-Tipp

Doku: Die FDJ-Elite-Schule "Wilhelm Pieck"

By | 26. April 2013

In der Reihe „Der Osten – Entdecke wo du lebst“ zeigt der MDR kommenden Dienstag Abend (30. April 2013) eine TV-Dokumentation über die DDR-Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“ – auch bekannt als die „FDJ-Kaderschmiede am Bogensee“.
Verborgen im Brandenburgischen Forst nahe dem Bogensee bei Wandlitz dämmert ein gewaltiger Gebäudekomplex vor sich hin, gespenstisch, wie ein Fremdkörper aus einer anderen Zeit. Er diente früher als Jugendhochschule der FDJ. Heute stehen fast alle Gebäude leer – wenn auch unter Denkmalschutz, so sind sie doch dem stetigen Verfall preisgegeben.
Die Geschichte um das abgelegene Areal beginnt bereits vor der DDR-Zeit: 1936 schenkte die Stadt Berlin Joseph Goebbels den Bogensee mit dem umliegenden Gelände zum Geburtstag. Und Goebbels ließ dort dann 1939 eine prachtvolle Villa bauen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm 1946 die kurz zuvor gegründete Freie Deutsche Jugend (FDJ) das Gelände. 1951 wurde der Bau eines riesigen Gebäudekomplexes samt Konferenzräumen, Festsälen und Internatsgebäuden beauftragt. Es entstand eine Kleinstadt im pompösen Stalin-Stil – die Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“. Hier paukten Funktionäre und junge Leute aus aller Welt bis 1990 die Ideale des Sozialismus. Nach der Wiedervereinigung versuchten verschiedene Bildungseinrichtungen und Hotelbetreiber die Schulungsanlage für sich zu nutzen – doch ohne dauerhaften Erfolg.
Die MDR-Dokumentation „DDR geheim: Die FDJ-Kaderschmiede am Bogensee“ geht vor Ort der Geschichte des Bogensee-Areals und seiner Gebäude nach. Zu sehen am Dienstag, 30. April 2013, um 20.45 Uhr, sowie in der Wiederholung am Mittwoch, 1. Mai 2013, um 2.15 Uhr und 6.15 Uhr.

Passend zum Thema: Fotoshow der ehem. FDJ-Jugendhochschule Bogensee


(Quelle: YouTube)

Quelle: MDR
(Ende) geschichtspuls/26.04.2013/mar