Tag des offenen Denkmals am 13. September 2009

Der 13. September ist Tag des offenen Denkmals. Bundesweit werden dann mehr als 7.500 Bau- und Bodendenkmale für Besucher offen stehen und Geschichts- und Kulturinteressierten Blicke hinter sonst oft verschlossene Türen erlauben. Passend zum Jahresmotto „Historische Orte des Genusses“ sind unter anderem Kinos, Theater, Gasthäuser, Hotels sowie Schlösser und Herrenhäuser mit weitläufigen Parkanlagen dabei.

Wahlwerbespots aus 60 Jahren Bundesrepublik

Im Vorfeld der anstehenden Bundestagswahl am 27. September 2009 und passend zum 60. Gründungsjubiläum der Bundesrepublik wirft das 3sat-Magazin „Kulturzeit“ einen Blick zurück auf die Wahlwerbespots der vergangenen Jahrzehnte: Seit 1954 werben die Parteien erst im Kino, später auch im Fernsehen um die Stimmen der Wähler. Die Spots sind mal polemisch, mal ironisch, mal informativ oder mal unfreiwillig komisch – dabei aber immer auch ein Spiegel ihrer Zeit.

SKET – Schwermaschinen aus Magdeburg (TV-Doku)

Das Schwermaschinenbau-Kombinat „Ernst Thälmann“ (SKET) war eines der größten Kombinate in der DDR. Wo einst auf dem riesigen Produktionsgelände im Magdeburger Stadtteil Buckau 13.000 Arbeiter für rege Betriebsamkeit sorgten, dämmern heute nur noch Ruinen vor sich hin. Hierhin führt die TV-Dokumentationsreihe „Spurensuche in Ruinen“, zu sehen diese Woche auf phoenix.

Stasi lockte und entführte 400 Menschen in die DDR

Die Staatssicherheit der DDR soll etwa 400 Menschen währen des Kalten Krieges aus Westdeutschland entführt haben. Im Visier der Stasi standen dabei vor allem Angehörige westlicher Geheimdienste, prominente Antikommunisten sowie DDR-Flüchtlinge, die zuvor bei der Stasi, der Polizei oder in einem Ministerium gearbeitet hatten. Die harsche Verfolgung der „Abtrünnigen“ hat nicht allein der Bestrafung gedient, sondern auch der Abschreckung anderer Fluchtwilliger in der DDR – so erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes an der Universität Münster.

Stiller Abgang: Trabant und Wartburg werden selten

Hupende Trabant- und Wartburg-Fahrer, die sich an den offenen Grenzübergängen den Weg durch feiernde Menschenmassen bahnten, kilometerlange Schlangen der tuckernden Autos auf den Autobahnen unterwegs nach Westen – das sind Bilder, die bei vielen für den Mauerfall 1989 stehen. In der früheren DDR waren sie die Fortbewegungsmittel schlechthin. Doch heute, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, werden sie mehr und mehr zu Raritäten auf Deutschlands Straßen.

Mit der S-Bahn in den Westen – neue Ausstellung im Notaufnahmelager Marienfelde

28 Jahre lang, von 1961 bis zum Mauerfall 1989, war die S-Bahn ein Symbol für das geteilte Berlin. Warum die West-Berliner sie nach dem Mauerbau boykottierten, wie Ostdeutsche sie für eine Flucht in den Westen nutzten und wann die erste S-Bahn wieder durch ganz Berlin fuhr – das und vieles mehr will eine neue Sonderausstellung in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde erzählen. Ausstellungseröffnung ist am 27. August 2009.

Ausstellung "Staatssicherheit – Garant der SED-Diktatur" in der Gedenkstätte Marienborn

Die Wanderausstellung der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen (BStU) „Staatssicherheit – Garant der SED-Diktatur“ war bereits in über 80 Städten zu sehen, auch in Ländern des ehemaligen Ostblocks. Bis zum 1. November 2009 wird sie nun in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn gezeigt.

Das Ruhrgebiet: Land der Burgen und Schlösser

Kohlezechen, Eisen- und Stahlindustrie – das sind Bilder, die für das Ruhrgebiet stehen. Doch wer hätte gedacht, dass die Region auch eine dichte Burgenlandschaft ist? „Mehr Burgen gab es nirgendwo in Europa“, lautet das zentrale Ergebnis archäologischer Erkundungsflüge von Forschern de Ruhruniversität Bochum (RUB). Aus der Luft erforschten sie die Schlösser und Burgen der Region. Eine Videodokumentation der Burgenbefliegung ist jetzt online zu sehen.

TV-Doku: "Auferstanden aus Ruinen – Von der SED zur Linkspartei"

Die Geschichte der deutschen Linken in den vergangenen zwanzig Jahren seit dem Fall der Mauer ist das Thema der TV-Dokumentation „Auferstanden aus Ruinen – Von der SED zur Linkspartei“ (zu sehen am Mittwoch, 19. August 2009, 23.15 Uhr im ZDF). Darin gehen Stefan Aust und Claus Richter unter anderem den Spuren der verschwundenen SED-Millionen nach. Zudem zeigen sie, wie die PDS in den Jahren nach der deutschen Einheit im Osten zur Volkspartei wurde, ohne die Stasi-Verstrickungen und den Geldwäsche-Verdacht loszuwerden.

Zu viele Besucher: Berliner Stasi-Erinnerungsstätte in Geldnot

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen steckt in Geldnot. Ursache dafür ist die große Zahl von Schülern, die das ehemalige Stasi-Gefängnis besuchen. „Wir freuen uns, dass so viele Schüler zu uns kommen. Aber die damit verbundenen Kosten übersteigen unsere finanziellen Möglichkeiten,“ erklärt Direktor Hubertus Knabe. Er bitte deshalb jeden, dem die Aufklärung über das SED-Unrecht am Herzen liegt, um finanzielle Unterstützung.