Zeitungslektüre: Die Fremden vom Internat Staßfurt

Bei WELT Online gibt’s einen netten Artikel zur Geschichte eines Vertragsarbeiters aus Mosambik nachzulesen: Die Fremden vom Internat Staßfurt – ein Ex-Schüler erinnert sich. Clemens Taero war eines von 900 mosambikanischen Kindern, die 1982 in die “Schule der Freundschaft” kamen, um in der DDR eine Schul- und Berufsausbildung zu erhalten und zu vorbildlichen sozialistischen Kadern herangebildet zu werden.


Nach der Ausbildung zum Elektriker ging er zurück nach Mosambik. Doch das Land hatte sich inzwischen der Marktwirtschaft geöffnet; von einem erfreuten Empfang der in der DDR Ausgebildeten keine Spur. Schließlich landete Taero im Wendeherbst 1989 ein zweites Mal in der DDR, diesmal als Vertragsarbeiter für die Berliner Kabelwerke Oberspree.

Auch wenn der WELT-Artikel die Geschichte nur ansatzweise wiedergibt, zeichnet er doch ein Bild vom Leben der ausländischen Gastarbeiter in der DDR und ihren Schwierigkeiten, wieder in der Heimat Fuß zu fassen. Für Taero gab es offenbar ein Happy End: Heute lebt er zusammen mit einer Schwäbin und arbeitet als Elektriker in Baden-Württemberg.

Literaturtipp zum Thema:
Landolf Scherzer, “Die Fremden. Unerwünschte Begegnungen und verbotene Protokolle.”
(Das Buch bei Amazon.de)


Quelle: WELT Online
(ENDE) ddr-geschichtsblog/28.05.2007/mar

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