"Ich bin ein Berliner"

26. Juni 1963: US-Präsident John F. Kennedy in Berlin

Kennedy spricht vor Berlinern
Kennedy spricht vor Berlinern


Anlässlich des 15. Jahrestags des Beginns der Berliner Luftbrücke von 1948/49 und knapp zwei Jahre nach dem Mauerbau in der geteilten Stadt besuchte mit John F. Kennedy erstmals ein US-Präsident West-Berlin. Am 26. Juni 1963 hielt er auf dem Rudolph-Wilde-Platz vor dem Rathaus Schöneberg eine Rede und sprach dabei gleich zweimal den später berühmt gewordenen Satz: “Ich bin ein Berliner!”

Kennedy Dateikarte
“Ish bin ein Bearleener”
Hilfszettel für die richtige Aussprache

Mitten im Kalten Krieg untermauerte Kennedy damit das Festhalten der Westmächte an Berlin als Vorposten der “freien Welt”. Den geschichtsträchtigen Satz hatte er zuvor im Amtszimmer des damaligen Berliner Bürgermeisters Willy Brandt geübt und sich die Transkription von einem Journalisten aufschreiben lassen. Er stand in folgendem Kontext der Rede:

“Vor zweitausend Jahren war der stolzeste Satz, den ein Mensch sagen konnte, der: Ich bin ein Bürger Roms. Heute ist der stolzeste Satz, den jemand in der freien Welt sagen kann: Ich bin ein Berliner.”

(Offenbar als Reaktion auf Kennedys Berlin-Trip besuchte der sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow am 1. Juli 1963 den Staatsratsvorsitzenden der DDR, Walter Ulbricht, in Ost-Berlin.)


Weiterführende Links

Kennedys komplette Rede als Audio-Datei (9:21 Minuten – John F. Kennedy Presidential Library and Museum)
Kennedys Rede als deutsche Übersetzung (zum Nachlesen auf berlin.de)


Bilder: U.S. National Archives and Records Administration, John F. Kennedy Presidential Library and Museum
(ENDE) geschichtspuls/26.06.2008/mar

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    3 Kommentare
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    1. Irgendwo in der Menschenmenge auf dem ersten Bild soll mein Opa gestanden haben. Muss ihm das Bild am WE mal zeigen…

      LG,
      Sylvia

    2. Tolles Foto, bei der Rede wär ich auch gern dabei gewesen, davon erzählt man bestimmt sein Leben lang.

    3. Ein weltbewegender Moment der in den Köpfen von sehr vielen geblieben ist. Ein Denkmal für Kennedy in Deutschland könnte ich mir wirklich sehr gut vorstellen. Eine Mahnung an den Krieg und ein Zeichen für Hoffnung.

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