KZ Sachsenhausen: Ehemaliger Häftling findet Armband in Ausstellung

Nach 64 Jahren hat ein ehemaliger Häftling des Konzentrationslagers Sachsenhausen sein verloren geglaubtes Armband in einer Ausstellung der KZ-Gedenkstätte wiedergefunden. Das unscheinbare Armband hat sich der Franzose Marcel Suillerot 1943 im Außenlager Heinkel über zwei Wochen hinweg heimlich gefertigt. Dabei gravierte er auf eine Messingplatte seinen Namen, sein Geburtsdatum und seine Häftlingsnummer ein. Im April Im April 1944 wurde Suillerot mit Diphtherie ins Krankenrevier eingeliefert, wo er das Armband abgeben musste.


Das schlichte Armband hätte dem französischen Widerstandskämpfer auch leicht das Leben kosten können. Zum einen waren persönliche Gegenstände im KZ tabu. Zum anderen hätte ihm die Zweckentfremdung der Materialien leicht als Sabotage ausgelegt werden können, worauf die Todesstrafe stand. Daher trug Suillerot sein Armband nur versteckt unter dem Häftlingshemd. Bei Appellen, bei denen häufig Untersuchungen drohten, ließ er das Armband manchmal zu Boden fallen und verscharrte es im Sand unter seinen Füßen.

“Ich wollte einen persönlichen Gegenstand. Für mich war das auch ein Akt der Sabotage. Die Nazis wollten mich zu einer Nummer machen. Dem wollte ich etwas Persönliches entgegensetzen”, erklärte Suillerot jetzt bei einem Besuch der Gedenkstätte.

Mehr zum Thema:
Ein Name, keine Nummer: KZ-Häftling entdeckt Armband nach 64 Jahren (MAZ)
Häftling findet nach 64 Jahren Armband in KZ-Ausstellung (news.ch)
KZ-Überlebender findet Armband in Ausstellung (Video auf Spiegel Online)

Quelle: siehe Links
(ENDE) geschichtspuls/13.10.2008/mar

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