Fußball: Hooligans in der DDR

Kurz notiert: Bei Spiegel Online bin ich auf ein kurzes Video über Hooligans in der DDR gestoßen. Darin wird auch der Fotograf Harald Hauswald erwähnt. Dieser hat zwanzig Jahre lang Fußballfans aus dem Berliner Osten mit der Kamera begleitet – ob bei Heim- oder Auswärtsspielen, im Zug oder in der Kneipe, als friedliche “Kutten” oder als gewaltbereite “Hools” auf der gezielten Auseinandersetzung mit gegnerischen Fans.

Zusammen mit dem Autor Frank Willmann, der selbst elf Jahre lang Mittelstürmer bei Motor Weimar war, hat Hauswald ein Fußball-Fanbuch veröffentlicht. In dessen Mittelpunkt stehen vor allem die großen rivalisierenden Clubs im damaligen Ost-Berlin: der 1. FC Union Berlin und der BFC Dynamo. Hauswald zeigt dabei laut Berliner Tagesspiegel seine besten Bilder zu diesem Thema: “Die fanatische Begeisterung in der Masse wie in den einzelnen Gesichtern, die Gewalt auf den Rängen und rund um das Stadion, die sonst so offiziell blickenden Volkspolizisten, denen die Gesichtszüge entgleiten, weil sie das Grimassenschneiden und Rumgeturne einiger Union-Fans für Hauswalds Kamera nun doch auch persönlich lustig finden.”

Harald Hauswald/Frank Willmann: Ultras, Kutten, Hooligans. Fußballfans in Ost-Berlin. Jaron Verlag, Berlin 2008. 120 Seiten, 14,90 Euro. (Mehr zum Buch bei Amazon >> *Partnerlink*)

Abschließender Tipp für alle Berliner und Berlin-Besucher: Noch bis zum 21. November 2008 präsentiert Hauswald (seit 1997 übrigens Träger des Bundesverdienstkreuzes) eine Auswahl seine Bilder auch in der Ausstellung “Ultras, Kutten, Hooligans” – zu sehen in der Galerie December, Greifswalder Straße 217, Prenzlauer Berg.

youtube-Video: Hooligans in der DDR

Mehr zum Thema:
Das Buch: “Ultras, Kutten, Hooligans. Fußballfans in Ost-Berlin” (mit einigen Fotos aus dem Buch)
Hungrige Wölfe: Hauswalds fotografische Chronik Ostberliner Fußballclubs (Berliner Zeitung)
Schläger hinter Stacheldraht (Tagesspiegel)

Quelle: siehe Links
(ENDE) geschichtspuls/06.11.2008/mar

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