Neues Web-Angebot: "Geschichte im Fluss"

Screenshot Geschichte im Fluss Flüsse nicht als trennende Barriere zwischen Staaten und Herrschaftsstrukturen, sondern als verbindendes Element grenzüberschreitender Kulturregionen – diesen Ansatz verfolgt die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in ihrem neuen Online-Dossier zur Geschichte der großen europäischen Ströme. Darin werden die Flüsse als grenzüberschreitende Erinnerungsorte zu Botschaftern Europas – und einem „Gegengift zur Renationalisierung der Erinnerung in Europa“.

stadtarchiv.de: Deutschlands "erste" Archiv-Adresse

Webseite Stadtarchiv Rosenheim Das Stadtarchiv Rosenheim feiert dieser Tage seine 15-jährige Webpräsenz. Als eines der ersten deutschen Archive hatte man dort bereits 1997 auf das Medium Internet gesetzt – und konnte sich so für den Webauftritt noch die begehrte Domain „www.stadtarchiv.de“ sichern. Heute steht der Online-Auftritt des Stadtarchivs Rosenheim nach eigener Einschätzung mit seinem „breiten stadtgeschichtlichen Informationsangebot mit an der Spitze der deutschen Kommunalarchive“.

Wrack des Schraubendampfers "Großfürst Constantin" entdeckt

Schraubendampfer Erbgroßherzog Friedrich Franz Nahe der Ostseeinsel Hiddensee haben Taucher das Wrack des Schraubendampfers „Großfürst Constantin“ entdeckt. Das 1857 gebaute Schiff war eines der ersten segelnden Eisenschiffe mit Dampfmaschine und Schraubenantrieb anstelle des bis dahin üblichen Radantriebs. Nach nur vier Jahren war das im Liniendienst auf der Ostsee eingesetzte Schiff auf einer Fahrt nach Sankt Petersburg bei Sturm und Packeis gesunken.

Italien: Weinflaschen mit Hitler-Porträt

Kurz notiert: In Italien sorgen Weinflaschen mit einem Porträt von Adolf Hitler auf dem Etikett für Aufregung. Die Flaschen wurden Medienberichten zufolge in einem Supermarkt von amerikanischen Urlaubern jüdischen Glaubens entdeckt. Diese seien angesichts der eigenen Familiengeschichte schockiert und tief verletzt ob der Endeckung. Vom Personal hätten sie lediglich zu hören bekommen, das sei Geschichte „wie Che Guevara“.

Geschichtswissen Jugendlicher: Der Osten hängt den Westen ab

Das Geschichtswissen vieler Jugendlicher ist nach Langzeitstudien von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin mangelhaft. Regional betrachtet wissen dabei die Schüler in den neuen Bundesländern durchschnittlich mehr als ihre Altersgenossen in den alten Bundesländern. Zudem lernen sie durch den zeitgeschichtlichen Schulunterricht auch mehr hinzu, wie die Erhebungen des Forschungsverbunds SED-Staat der Freien Universität Berlin ergaben. Am geringsten sind demnach sowohl das Schülerwissen als auch der Lernerfolg in Nordrhein-Westfalen.

80 Jahre deutsche Autobahn

Kurz notiert: Im öffentlichen Bewusstsein galten Autobahnen noch lange nach dem Krieg als die „Straßen des Führers“. Schließlich wollte Adolf Hitler den Autobahnbau erfunden haben, um Arbeitslosen in der schweren Wirtschaftskrise zu Lohn und Brot zu verhelfen – so will es eine sehr langlebige NS-Propagandalüge. Tatsächlich wurde die erste Autobahn schon 1926 beschlossen und 1932 eröffnet.

Brauchtum: Kleine Geschichte der Schultüte

In einigen Bundesländern werden dieser Tagen die kleinen ABC-Schützen eingeschult. Für viele leuchtende Augen sorgt dabei nach wie vor die Schultüte. Ihr Brauch reicht zurück bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Erste Zuckertüten sind in Jena (1817), Dresden (1820) und Leipzig (1836) nachgewiesen worden. Damals wurde den Kindern erzählt, dass im Keller jeder Schule ein Zuckertütenbaum stehen würde. Wenn die Tüten groß genug seien, wäre es für die Kleinen höchste Zeit, zur Schule zu gehen.

Für Guido Knopp ist im Ruhestand noch nicht Schluss

Kurz notiert: Guido Knopp, seit über 25 Jahren Leiter der Redaktion Zeitgeschichte beim ZDF, geht Ende Januar 2013 in Rente. Der oberste Geschichtslehrer der deutschen TV-Nation feiert am 29. Januar 2013 seinen 65. Geburtstag. „Und das ist der gesetzliche Beginn der Zeit danach“, erklärte Knopp jetzt. Doch auch im Ruhestand werde es nicht viel Freizeit für ihn geben. „Es gibt einige Angebote, die sortiere ich gerade“, so der umstrittene Historiker weiter.

Blick in die Zukunft – aus dem Jahr 1954

Kurz notiert: Wie hat man sich vor einigen Jahrzehnten das Leben in der Zukunft vorgestellt? Eine interessante Visionen dazu liefert ein TV-Beitrag von General Electric. Der US-Konzern hat bereits 1954 zum 75. Geburtstag der Glühlampe einige Überlegungen zum Alltag der Zukunft angestellt – und unter anderem schon Mobiltelefone, Videotelefonie, Videorecorder und Flachbildschirme prognostiziert…

Ausstellung: "Trink|KULTUR in der DDR"

Ob „Herrengedeck“ oder „Kumpeltod“, „Stierblut“ oder „Rosenthaler Kadarka“, „Wilthener Goldkrone“ oder „Nordhäuser Doppelkorn“ – in zahlreichen Erinnerungen an die DDR spielt der Alkoholgenuss eine große Rolle. Dieser wird (bzw. wurde schon in Westdeutschland) oftmals darauf zurückgeführt, dass sich die „Ossis“ ihre Realität schön trinken wollten und die Staatsführung ihre unzufriedenen Bürger mit Alkohol ruhig zu stellen hoffte. Mit derartigen Stereotypen setzt sich jetzt eine Ausstellung im Stadtmuseum Jena auseinander.