Gefährliche Vulkanasche

Der Horrorflug der “City of Edinburgh” 1982

Kurz notiert: Nach dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull auf Island am vergangenen Mittwoch ist derzeit der deutsche und zum Teil auch der europäische Luftraum gesperrt. Schuld daran ist die sich über Europa ausbreitende Wolke aus Vulkan-Asche. Welche Folgen die darin enthaltenen feinen und gleichzeitig sehr harten Glas- und Steinpartikel für ein Flugzeug haben können, zeigt das Beispiel einer Boeing 747, die am 24. Juni 1982 über dem Pazifik in eine Aschewolke des indonesischen Vulkans Gunung Galunggung geriet.

Innerhalb kürzester Zeit versagten die Triebwerke und wichtige Außensensoren, die Cockpitscheibe wurde durch die Aschepartikel völlig zerkratzt. Nur mit viel Glück gelang dem Piloten noch die Notlandung auf Jakarta. An diesen Flug erinnert sich die damals 32-jährige Lehrerin Angelika Niall in einem Artikel auf einestages.de: “Hoffentlich zerschellen wir an einem Berg!”. Hinterher habe der Pilot Eric Moody zu ihr gesagt: “Mädchen, du brauchst kein Lotto mehr zu spielen. Das war dein Lottogewinn.”

Zum Hintergrund siehe auch:
Gefährliche Aschewolken: Alptraum aller Piloten (Spiegel Online)
Warum Vulkanasche zu Flugzeugabstürzen führen kann (FAZ.net)
Vulkanasche: Horrorszenario Triebwerksausfall (Focus Online)

Quelle: einestages.de
(Ende) geschichtspuls/17.04.2010/mar

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    1. ja das ist ein gutes beispiel dafür das alles schon mal dagewesen ist. vulkanausbrüche behindern den flugverkehr, vulkanausbrüche senken die jahresmitteltemperatur, vulkanausbrüche stehen mit erbeben in verbindung. warum lernen die verantwortlichen nicht daraus. warum ist jede situation eine “neue” situation, warum greift man nicht auf den erfahrungsschatz der “geschichte” zurück…?

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