Virtuelle Foto-Ausstellung der Gedenkstätte Buchenwald

Seit dem 8. September 2008 ist die virtuelle Ausstellung der Gedenkstätte Buchenwald “Schwarz auf Weiß. Fotografien vom Konzentrationslager Buchenwald” online. Die Bilder gewähren wirklich sehr bedrückende/beklemmende Einblicke in die Geschichte des KZs – von der Errichtung bis zur Befreiung, vom Gruppenfoto der SS-Wachmannschaft um einen selbstgebauten Schneemann über die Hinrichtung von KZ-Häftlingen und aufgestapelten Leichen bis zu ausgezehrten Häftlingen nach ihrer Befreiung durch die US-Armee. Neben den über 300 historischen Fotografien sind auch Filme, Kurzbiografien und Sachtexte abrufbar, die über den Kontext der Fotos und die jeweiligen Fotografen informieren.


Die Fotografien stammen aus dem Archiv der Gedenkstätte Buchenwald, das über einen Bestand von etwa 10.000 Fotos verfügt. Es ist (nach eigenen Angaben) die älteste große Fotosammlung einer Gedenkstätte in Deutschland. In den vergangenen Jahren wurde ihr größter Teil historiografisch erschlossen und digital inventarisiert. Ein Kernbestand der Fotosammlung wurde 2007 über das digitale Fotoarchiv Buchenwald im Internet zugänglich gemacht.

Mit der Sammlung fotografischer Zeugnisse der NS-Verbrechen sieht sich die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in einer besonderen Verantwortung. Über die Online-Präsentation historischer Fotos sollen dabei zentrale historische Bildquellen für die pädagogische und wissenschaftliche Nutzung leicht zugänglich gemacht werden. Eine mediale Präsentation im Internet schafft in den Augen der Stiftung zugleich neue Möglichkeiten, die Fotogeschichte des KZ Buchenwald selbstständig zu erschließen: Die Fotografien bilden eine visuelle Erzählung und sind gleichzeitig jeweils mit Informationen über Inhalt und Entstehung verknüpft.

“Schwarz auf Weiß.” Fotografien vom Konzentrationslager Buchenwald. Eine virtuelle
Ausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.


Quelle: Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
(ENDE) geschichtspuls/11.09.2008/mar

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    2 Kommentare
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    1. die Fotos verursachen wirklich Gänsehaut, insbesondere die Farbfotos von nach der Befreiung. Wie abgestummpft bzw. befehlshörig muss ein Mensch sein, um bei solchen Greultaten noch mitzutun

    2. Die Fotos sind teilweise wirklich erschreckend. Aber muss man so etwas wirklich alles im Internet zeigen? Zumindest ein Warnhinweis (FSK 16/18) wäre meiner Meinung nach doch anzuraten.

      (Kleiner Hinweis: Prüf mal bitte die Rubrik Meistgelesen, da wird bei mir nur jeder zweite Artikel angezeigt. )

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