Alufolie: Fast 100 Jahre perfektes Outfit für den Weihnachtsmann

Ob Schoko-Weihnachtsmänner, Nougat-Engel oder zart-bittere Zapfen – die zahlreichen Schokoladenverführungen gehören zur Weihnachtszeit wie der Tannenbaum zu Heiligabend. Mit aufwendiger Folienschneiderei- und Drucktechnik werden dabei jedes Jahr unzähligen Schokoladenfiguren die Festtagskleider auf den leckeren Leib geschneidert – und das mittlerweile seit fast 100 Jahren.
Weihnachtsmann
Perfektes Outfit für den Schoko-Weihnachtsmann

Passend zum Fest liefert der Gesamtverband der Aluminiumindustrie einen Rückblick auf die Geschichte der Schokoladenverpackung mit Alufolie. Danach verpackten Schokoladenhersteller ihre klassische Tafelschokolade bereits seit 1911 der besseren Haltbarkeit wegen in Aluminium. Ab 1950 war es dann auch möglich, die bereits seit 1832 produzierten Schokoladen-Hohlfiguren mit einem Alu-Kleidchen zu überziehen. Wenige Jahre später (1958/59) entstanden erste Aluminiumfolienverpackungen im 3 bis 4 Farben-Flexodruck, damals wegen der Anilinfarben von BASF noch Anilindruck genannt. Bis in die 1970er Jahre wurde der Flexodruck auf bis zu zehn Farben weiterentwickelt – und die Figuren somit bunter und ausdrucksvoller.


Parallel dazu wurden ab Mitte der 1960er Jahre die ersten Abpackmaschinen für kleine Figuren entwickelt, zunächst für runde oder kegelförmige Figuren. Erst nach und nach wurden formenreichere Figuren möglich und auch große Figuren mussten bald nicht mehr von Hand verpackt werden. Heute spielt die Form der Hohlfiguren längst keine Rolle mehr: Neben Weihnachtsmännern und Osterhasen können auch Trendprodukte wie Ferraris oder Mobiltelefone als Schokoladenhohlkörper in glänzende Aluminiumfolie gewickelt werden.

Quelle: GDA (mit zusätzlichen Informationen aus einer Ausstellung im Kölner Schokoladenmuseum)
Bild: “GDA/Rübezahl Schokoladen GmbH, Dettingen/Teck”
(ENDE) geschichtspuls/22.12.2008/mar

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