Archivforschung als Theaterprojekt

Ausgezeichnetes Geschichtsprojekt: “Aus den Akten auf die Bühne”

Historische Akten können eine trockene Angelegenheit sein – müssen es aber nicht. Was mit dem darin enthaltenen Wissen möglich ist, zeigt das Projekt “Aus den Akten auf die Bühne” (“Staging Files”) von Geschichtsstudenten der Universität Bremen zusammen mit der “Bremer Shakespeare Company”: Um der Öffentlichkeit quellenbasierte Forschung lebendig und anschaulich zu vermitteln, rollen sie seit mehreren Jahren alte Akten neu auf und inszenieren sie an Originalschauplätzen in Bremen. Für dieses Engagement erhielt das Projekt jetzt einen EU-Wissenschaftspreis.

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Die Jury des Wettbewerbs “EngageU! European Competition for Best Innovations in University Outreach and Public Engagement” hob hervor, dass die “Bremer Studierenden in hohem Ausmaß zu selbständiger Forschung motiviert und deren Ergebnisse von einem angesehenen Theater, der bremer shakespeare company, professionell inszeniert werden”.

Ausgerichtet wurde der Wettbewerb von dem durch die Europäischen Union geförderten Projekt ULAB (European Laboratory for modelling the technical research University of tomorrow). Grundidee ist die Fragestellung, wie wissenschaftliche Ergebnisse so an die Öffentlichkeit vermittelt werden können, dass die Bevölkerung die Investition in die Forschung als sinnvolle Ausgaben bewertet. Insgesamt haben 100 Projekte aus ganz Europa an dem Wettbewerb teilgenommen. Sechs von ihnen wurden nun ausgezeichnet.

Neues Projekt über Bremen im Ersten Weltkrieg

Unter dem Titel “Eine Stadt im Krieg – Bremen 1914 bis 1918″ arbeiten die Studierenden zurzeit an der Bremer Geschichte im Ersten Weltkrieg. Aus den vielen Fundstücken und Dokumenten, die die Studenten derzeit aus verschiedenen Archiven zusammentragen, soll ein Buch entstehen, das die damalige Entwicklung in der Hansestadt in vielen Facetten zeigt. Die szenische Lesung der “Bremer Shakespeare Company” soll Anfang 2013 auf die Bühne kommen.

Weitere Informationen zum Projekt “Aus den Akten auf die Bühne”: www.sprechende-akten.de

Quelle: Universität Bremen
(Ende) geschichtspuls/18.06.2012/mar

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