Rückläufiges Interesse

Stasi-Unterlagen: 2015 erneut weniger Anträge auf Akteneinsicht

Im vergangenen Jahr sind bei der Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU) 62.544 Anträge zur persönlichen Akteneinsicht eingegangen. Insgesamt wurden damit seit Bestehen der Behörde mehr als 3,1 Millionen solcher Anträge von Bürgerinnen und Bürgern gestellt. Im Vergleich mit 2010 ist ihre Zahl 2015 allerdings um 28,5 Prozent zurückgegangen.

Akten im Archiv der BStUAkten in der Stasi-Unterlagenbehörde, Berlin

Private Anträge im Jahresvergleich (2010-2015)

2010: 87.514 Anträge
2011: 80.611 Anträge
2012: 88.231 Anträge
2013: 64.246 Anträge
2014: 67.763 Anträge
2015: 62.544 Anträge

Antragszahlen 2015 nach Kategorien

  • Anträge zur persönlichen Akteneinsicht (inklusive Wiederholungsanträge, Anträge auf Decknamenentschlüsselung und Kopienanträge): 2015 = 62.544 (-28,5 Prozent seit 2010)
  • Anträge auf Akteneinsicht für Forschung und Medien: 2015 = 1.351 (-9,1 Prozent seit 2010)
  • Ersuchen zu Überprüfungszwecken (Regierungsmitglieder, Abgeordnete, öffentlicher Dienst u. a.), Sicherheitsüberprüfungen und Rentenangelegenheiten: 2015 = 13.344 (+17.458 Prozent seit 2010)
  • Ersuchen zu Rehabilitierung, Wiedergutmachung und Strafverfolgung: 2015 = 4.766 (-49,9 Prozent seit 2010)

Seit Bestehen der Behörde sind bei ihr insgesamt 7.043.748 Anträge eingegangen (siehe hierzu auch: BStU in Zahlen).


Quelle: BStU
Bild: Ge.Ko2
(Ende) geschichtspuls/08.01.2016/mar

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