Begrenzte Geschichtsaufarbeitung bei der Deutschen Bahn

Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 ist es der Deutschen Bahn (DB) AG nach eigenen Angaben ein wichtiges Anliegen, die Erinnerung an die Geschichte ihrer Vorläuferorganisationen wach zu halten. Dazu gehöre insbesondere die Rolle der Deutschen Reichsbahn im Nationalsozialismus und ihre Beteiligung an den Menschen verachtenden Verbrechen. Jüngstes Ergebnis der Erinnerungsarbeit der DB ist die Wanderausstellung „Sonderzüge in den Tod – Deportationen mit der deutschen Reichsbahn“.

einestages: Ein Tausender pro Todesschuss

Nicht nur an der innerdeutschen Grenze mussten Republikflüchtige mit dem Tode rechnen. Auch an den Grenzen der sozialistischen Bruderstaaten drohte den DDR-Bürgern auf dem Weg Richtung Westen der gezielte Todesschuss. Dafür bekamen bulgarische Grenzer sogar ein „Kopfgeld“ von damals umgerechnet rund 1.000 Mark und einige Tage Sonderurlaub.

Vor 20 Jahren: Abschaffung der Todesstrafe

Die Todesstrafe in der DDR – bis vor 20 Jahren war sie noch dunkle und geheime Realität. Erst am 17. Juli 1987 wurde in der Aktuellen Kamera ihre Abschaffung verkündet. Bis dahin wurden insgesamt 231 Todesurteile verkündet und 164 vollstreckt, so zumindest die Rechercheergebnisse des stellvertretenden Beauftragten für die Stasi- Unterlagen des Landes Berlin, Falco Werkentin.