TV-Tipp: Computerchips aus der DDR (MDR)

Kurzfristiger TV-Hinweis: Anlässlich der ersten Vorstellung des 1-Megabit-Computerchips aus DDR-Produktion vor 20 Jahren zeigt MDR-Barbarossa am 23. September 2008, 21.15 Uhr, einen Rückblick auf die ostdeutschen Mikrochips. “Aus der Not geboren, entwickelte sich die Mikroelektronik in der DDR zu Erich Honeckers liebstem Kind. … Mit geschmuggeltem Know-How aus dem Westen, 250.000 Beschäftigten und vor allem Milliardeninvestitionen versuchte die DDR Schritt zu halten”, heißt es in der Ankündigung des MDR.


Für die Sendung sprach Barbarossa mit dem Physiker Gerhard Barkleit über die Mikrochips aus DDR-Produktion. “Dass es sich da nur um eine Handvoll Labormuster gehandelt hat, die man fertigen konnte und eins davon nun Honecker übergeben hat, dass hat man natürlich verschwiegen. Ja, dass man also im Labormaßstab das herstellen konnte und beherrschte, heißt ja noch lange nicht, dass man in der Lage gewesen wäre, eine Serienproduktion aufzuziehen,” bilanziert Barkleit. Prinzipiell sei den Verantwortlichen schon 1977 klar gewesen, dass die DDR Chips nie in solchen Mengen produzieren könne, um eine ökonomische Fertigung zu gewährleisten. Es sei also immer ein Zuschussgebiet gewesen während man die Schaltkreise auf dem Weltmarkt – ohne westliche Embargos – vielleicht für ein Zehntel der Kosten bekommen hätte.

Kleiner Chip und große Worte, MDR Barbarossa, 23. September 2008, 21.15 Uhr, Wiederholung am 25. September 2008, 10.oo Uhr (zum Thema siehe auch: Robotron rechnet schon – MDR Figaro)

Die weiteren Themen der Barbarossa-Sendung am 23. September:
- Ein Politiker voller Widersprüche: Vor 20 Jahren starb Franz Josef Strauß
- Luxus an der Ostseeküste: Die Geschichte des Hotels “Neptun”
- Neues Leben nebenan: Die RAF und die DDR

Quelle: mdr.de (siehe Links)
(ENDE) geschichtspuls/23.09.2008/mar

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    2 Kommentare
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    1. im Intro sollte es wohl 23. September 2008, 21.15 Uhr und nicht 25. September 2008, 21.15 Uhr ?!

    2. Richtig, sehr gut aufgepasst. Danke für den Hinweis…

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