Schaufenster der Geschichtswissenschaft

50. Deutscher Historikertag 2014: “Gewinner und Verlierer”

Vom 23. bis 26. September 2014 treffen sich an der Universität Göttingen voraussichtlich mehr als 3.000 Wissenschaftler, Lehrer und Studierende zum 50. Deutschen Historikertag. Der alle zwei Jahre stattfindende Kongress zählt zu den größten geisteswissenschaftlichen Fachtagungen Europas. Das Motto der Jubiläumsveranstaltung lautet “Gewinner und Verlierer”.

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Die Klassifizierung in Gewinner und Verlierer gehört seit der Antike zum Kernbestand der Deutung historischen Geschehens. Das Bild vom Gewinner und Verlierer wird dabei von Wettbewerben wie dem sportlichen Wettkampf, der demokratischen Wahl und Konflikten geprägt, an deren Ende sich Sieger und Besiegte gegenüberstehen. Aber auch historische Prozesse wie der Aufstieg und Zerfall von Reichen und Staaten, die Erschließung von Handelsrouten oder koloniale Expansion haben Gewinner und Verlierer – wobei diese zum Teil auch erst in der historischen Untersuchung und im rückblickenden Urteil der Geschichte als solche hervortreten. Zudem ist die Deutung von Gewinnern und Verlierern stets an bestimmte Perspektiven und das Selbstverständnis der Akteure gebunden.

Partnerland des 50. Historikertages ist Großbritannien, mit dem Niedersachsen und die Universität Göttingen traditionell eng in Verbindung stehen: Die Georgia Augusta wurde nach ihrem Gründer, dem britischen König Georg II. benannt. Hierauf nimmt auch die Niedersächsische Landesausstellung 2014 “Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714 bis 1837″ Bezug.

Der Deutsche Historikertag gewährt alle zwei Jahre einen Blick auf die epochale wie thematische Breite der Geschichtswissenschaft. Er versteht sich als Schaufenster und Forum der aktuellen Forschung. Weitere Informationen insbesondere zum noch zu konkretisierenden Programm des 50. Historikertages finden sich auf der offiziellen Webseite www.historikertag.de.


Quelle: Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands
(Ende) geschichtspuls/29.04.2013/mar

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