Beiträge zum Thema (Tag) ‘ NS-Zeit ’

Die geraubte (Doktor-)Würde

Uni Würzburg: Depromotionen in der NS-Zeit aufgearbeitet

1. Juni 2011 | von Marvin | Kategorie: Nationalsozialismus (1933-1945), Stadt- und Regionalgeschichte, aktuell

184 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Würzburg wurde in den Jahren von 1933 bis 1945 ihre Doktorwürde aberkannt. Vor allem Wissenschaftler jüdischer Herkunft sollten damit herabgewürdigt werden. Nach der Aufarbeitung dieser Vorgänge hat die Universität die Betroffenen nun öffentlich rehabilitiert.

Aus Geldmangel

Polnische NS-Gedenkstätte Sobibor von Schließung bedroht

3. Mai 2011 | von Marvin | Kategorie: Aus der Nachbarschaft, Denkmäler, Nationalsozialismus (1933-1945), Small-Talk-Wissen, aktuell

Im Vernichtungslager Sobibor im Südosten Polens ermordeten die Nationalsozialisten bis Ende 1943 rund 250.000 Juden. Seit 1993 erinnert ein Museum an die hier stattgefundenen Verbrechen – doch diesem droht offenbar die Schließung. Örtlichen Politikern zufolge fehlt der Gedenkstätte das Geld für die Mitarbeiter und die Verwaltung des Museums.

Vor 40 Jahren

Willy Brandt und der Kniefall in Warschau

7. Dezember 2010 | von Marvin | Kategorie: Bundesrepublik Deutschland (ab 1945), Historische Persönlichkeiten, Politikgeschichte, aktuell

Warschau am 7. Dezember 1970: Bundeskanzler Willy Brandt legt einen Kranz am Mahnmal für den Aufstand im Warschauer Ghetto nieder. Er rückt die schwarz-rot-goldene Schleife zurecht, tritt einige Schritte zurück und sinkt plötzlich im stillen Gedenken auf die Knie – eine Geste, die um die Welt ging. “Unter der Last der jüngsten Geschichte tat ich, was Menschen tun, wenn die Worte versagen. So gedachte ich Millionen Ermordeter”, wird Brandt später sagen.

Presseschau zur neuen Studie

Das Auswärtige Amt im Nationalsozialismus

29. Oktober 2010 | von Marvin | Kategorie: Bundesrepublik Deutschland (ab 1945), Geschichtsforschung, Nationalsozialismus (1933-1945), Politikgeschichte, aktuell

Das Auswärtige Amt war seit 1933 an der Gewaltpolitik des Nationalsozialismus beteiligt; nach 1945 hat man alles getan, um die schwere NS-Belastung des Amtes und vieler seiner Diplomaten zu vertuschen. Das sind kurz gefasst die Ergebnisse einer unabhängigen Historikerkommission, die seit 2005 die Vergangenheit des Außenministeriums erforscht hat. Zum Wochenausklang gibt es an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung zu den (Medien-)Reaktionen auf “das” geschichtliche Thema der vergangenen Tage.

Umfrage

Stiftung EVZ: Umfang der NS-Zwangsarbeit wird oft unterschätzt

20. September 2010 | von Marvin | Kategorie: Nationalsozialismus (1933-1945), Veranstaltungen, Ausstellungen, ..., aktuell

Das Ausmaß der Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus wird von den meisten Deutschen unterschätzt. Nur knapp ein Fünftel (19 Prozent) ist sich bewusst, dass zwischen 1939 und 1945 über 13 Millionen Menschen Zwangsarbeit leisten mussten. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft.

Opportunismus und Selbstanpassung

Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus

5. August 2010 | von Marvin | Kategorie: Literatur, Nationalsozialismus (1933-1945), Stadt- und Regionalgeschichte, aktuell

An der Universität Tübingen ist ein neuer Sammelband zur Geschichte der Bildungsinstitution während der NS-Zeit erschienen. Darin enthalten sind unter anderem Studien zum Alltag an der Universität, zu Verbrechen und zu Personen, zur Lehre rassenkundlicher Themen und der universitären Judenforschung sowie Studien der Aufarbeitung dieser Zeit nach 1945. Insgesamt enthält der Band zahlreiche neue Details und neue Perspektiven zur Entwicklung während der nationalsozialistischen Diktatur – grundsätzlich neu geschrieben werden muss die Universitätsgeschichte aber nicht.

Ausstellung: “Arisierung in Thüringen – Ausgegrenzt. Ausgeplündert. Ausgelöscht.”

21. Oktober 2009 | von Marvin | Kategorie: Nationalsozialismus (1933-1945), Stadt- und Regionalgeschichte, Veranstaltungen, Ausstellungen, ..., aktuell

Am 28. Oktober wird in Jena die Ausstellung “‘Arisierung’ in Thüringen – Ausgegrenzt. Ausgeplündert. Ausgelöscht.” eröffnet. Sie dokumentiert an ausgewählten Thüringer Beispielen, wie seit 1933 die organisierte Verdrängung der jüdischen Minderheit aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens erfolgte. Das Hauptaugenmerk gilt dabei Wirtschaftsunternehmen, die ihren jüdischen Inhabern entrissen wurden.

Einzige Filmaufnahme von Anne Frank bei youtube

9. Oktober 2009 | von Marvin | Kategorie: Geschichte im Internet, Nationalsozialismus (1933-1945), Video-Schnipsel, aktuell

Das Anne Frank Haus in Amsterdam zeigt seit Anfang Oktober 2009 in einem eigenen YouTube-Kanal bekanntes, aber auch neues Bildmaterial über Anne Frank. Darunter befindet sich auch die einzige Filmaufnahme, die von Anne Frank existiert. Die nur Sekunden dauernde Sequenz wurde bei der Hochzeit einer Nachbarin der Familie Frank am 22. Juli 1941 aufgenommen.

Kurt Landauer – der jüdische Präsident des FC Bayern München

30. Juli 2009 | von Marvin | Kategorie: Historische Persönlichkeiten, Sportgeschichte, aktuell

Am 28. Juli 1884 – also am Dienstag vor 125 Jahren – wurde Kurt Landauer geboren. Als langjähriger Präsident des FC Bayern München – insgesamt immerhin 18 Jahre – führte der Sohn jüdischer Kaufmannsleute den Verein im Sommer 1932 zum ersten deutschen Meisterschaftstitel. Wenig später kamen die Nationalsozialisten an die Macht: Landauer wurde im KZ Dachau interniert und konnte später in die Schweiz emigrieren. Bis 1947 – dann war er zurück bei den Bayern.

Bayreuther Festspiele: Katharina Wagner will Nazi-Vergangenheit aufarbeiten

19. Juni 2009 | von Marvin | Kategorie: Geschichtsforschung, Historische Kommunikation, Kulturgeschichte, Nationalsozialismus (1933-1945), aktuell

Katharina Wagner, Urenkelin des Komponisten Richard Wagner und neue Intendantin der Bayreuther Festspiele, will die NS-Vergangenheit ihrer Familie genauer untersuchen lassen. Bislang haben Historiker hier oftmals kritisiert, dass sich Organisation und Familie nur zögerlich an der wissenschaftlichen Aufarbeitung beteiligen. Das will Katharina Wagner nun ändern. Hierfür sei bereits ein “unabhängiges Institut” mit der lückenlosen Dokumentation der Familien- und Festspielgeschichte in der NS-Zeit beauftragt.